Was ist los am Markt? 

Zur Ausgangslage - was passiert hier gerade? 

Aktuell sehen wir uns mit noch nie da gewesenen Preissteigerungen im Bereich Material respektive Rohstoffe konfrontiert. Beispielsweise hat sich im Vergleich zum Vorjahresmonat der Preis für Eisen und Stahl um 74,7 % erhöht. * (Quelle: Statistic Austria – Index der Großhandelspreise Oktober 2021)

Grafik Quelle: https://www.thesteel.com/at/priceindex 

Original-Quelle: Statistik Austria Preisindex Grosshandel https://www.statistik.at/web_de/statistiken/wirtschaft/preise/grosshandelspreisindex/index.html

Die Gründe für die Preissteigerungen sind mannigfaltig, wie beispielsweise Krisen für gewöhnlich auch nicht nur einen Auslöser haben. Dennoch reichen einzelne Dominosteine die umfallen aus, um ganze (Wirtschafts-) Systeme ins wanken zu bringen. 

Ein spannender Artikel zum Thema: Warum die Rohstoffpreise explodieren erschien diesen Sommer auf dem Web-Portal des österreichischen Wirtschaftsmagazins "Trend": https://www.trend.at/wirtschaft/warum-rohstoffpreise-explodieren-12174963

In diesem wird unter anderem Beschrieben wie es dazu kommen konnte und wer letztendlich die Konsequenzen davon zu tragen hat. Nachfolgend ein kurzer Auszug hierzu: 

"Corona hat Angebot und Nachfrage bei langlebigen Gütern aus dem Gleichgewicht gebracht. Während die Hersteller ihre Produktion pandemiebedingt herunterfahren mussten, stieg die Nachfrage am Bau und in den Einrichtungshäusern diametral entgegengesetzt. Hinzu kamen ungünstige Naturereignisse wie Überschwemmungen, extreme Trockenheit und Borkenkäfer oder die willkürliche Blockade eines der weltweit größten Container-Häfen in China. Viele über Jahrzehnte eingespielte Lieferketten brachen so über Nacht zusammen – mit der Folge, dass die Preise explodierten."

Warum lässt uns das nicht vollkommen kalt? 

Wir fertigen zwar in Österreich und Europa, allerdings sind wir trotzdem von den weltweiten Rohstoffpreisen (z.B.:) beim Edelstahl stark abhängig, da wir das Ausgangsmaterial ebenso über Grosshändler zur Weiterverarbeitung einkaufen müssen. 

Nehmen wir als Beispiel den FAIA Terrassenofen. Das Unterteil unseres Terrassenofens wird zur Gänze aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Bei Rohstoffpreisen die sich einer Preissteigerung von nahezu 100% annähern, wird es immer schwieriger das Produkt kostendeckend in Österreich zu produzieren. Schon jetzt haben wir uns Aufgrund der geringen Marge dazu entschieden - an Sie - unsere Kunden direkt und online zu verkaufen. Die Material- sowie Rohstoffkosten lassen hier keinen Platz für einen zusätzlichen Einzel- respektive Detailhändler, der ebenso Geld mit unserem Produkt verdienen will und dies natürlich auch muss, um wiederum seine Auslagen (z.B.: Personal, Miete, Marketing und Vertrieb) decken zu können.   


Was bedeutet die für uns und vor allem für unsere Kunden? 

Bereits jetzt mussten wir die Kosten für unseren Versand anpassen, weil auch bei uns Kosten für den Versand durch unsere Partnerspeditionen überdurchschnittlich gestiegen sind.  

Bis vor kurzem haben wir den Versand noch als Teil des kompletten Produkts betrachtet und dieses auch dem entsprechend kalkuliert. Der rasante und auch deutliche Anstieg bei den Transportkosten zwingt uns nun einen Teil dieser Transportkosten auf den Endkunden in Form von Zusatzkosten um zu legen. Aktuell haben wir uns dazu entschlossen für Speditionsware 60 EUR für Deutschland und Österreich an die Kunden weiter zugeben. Für Italien und Frankreich, als weitere FAIA Märkte, kalkulieren wir aktuell mit einem gleitenden Durchschnittswert von 90 EUR. 

Es gilt hier allerdings zu erwähnen, dass dies lange nicht die Gesamtkosten für den Transport deckt. Wir sprechen beispielsweise bei einem Versand von Oberösterreich nach Nord-Rhein-Westfalen für einen Terrassenofen, bei sich täglich ändernden Preisen, von einem gleitenden Durchschnittswert von 105 EUR.  

Wir sind uns des Risikos und der Konsequenzen diesbezüglich sehr wohl bewusst, allerdings geht es hierbei bei weitem nicht um das betriebswirtschaftliche Thema der Margenoptimierung pro Stück - sondern um die eine reine Überlebensstrategie um nicht plötzlich am Markt zu verschwinden - oder die Produktion aus Österreich und somit aus der EU weg verlagern zu müssen. 

Wie es bei uns weiter geht und wie wir versuchen das Thema Nachhaltigkeit in Einklang mit dem Online Direkt Vertrieb / Ecommerce zu bringen lesen Sie in Blogpost #5.